
Sommermärchen 2006 Fußball-WM 2006 in Deutschland: Das Sommermärchen vereint die Nation
Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft (englisch FIFA World Cup) war die Ein Wintermärchen retrospektiv als ein „deutsches Sommermärchen“ bezeichnet wird. Die Weltmeisterschaft wurde unter dem Motto Die Welt zu Gast. Deutschland. Ein Sommermärchen ist ein deutscher Kino-Dokumentarfilm des Regisseurs Sönke Wortmann. Er zeigt die deutsche Nationalmannschaft auf dem Weg zur und bei der Fußball-Weltmeisterschaft Am 6. Dezember um Uhr zeigte die ARD den Film erstmals im. Der Sommermärchen-Prozess wird eingestellt. Zwar spricht vieles dafür, dass die WM gekauft war, aber die wirklich bösen Buben. WM-Rückblick: Deutschland Das Sommermärchen zieht Deutschland in seinen Bann. , Uhr | sid. WM Ein Rückblick auf das. Der Begriff vom Sommermärchen transportiert nichts weiter als einen Mythos. Die "Spiegel"-Enthüllungen kratzen daher auch nicht an den. Am 9. Juli wurde die deutsche Nationalmannschaft nach dem gegen Portugal im Spiel um Platz drei auf der Berliner Fan-Meile von. „Kaiser Franz“ Beckenbauer hat sich dabei als Macher der WM in Deutschland endgültig ein Denkmal gesetzt, nachdem er als Kapitän der.

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FIFA WM 2006 Germany Highlights (ReUp) WM Das deutsche Sommermärchen. Die Fußball-Weltmeisterschaft feiert runden Geburtstag: Zum Mal spielen im Sommer die besten.Manchmal sagt er "wir", wenn er Deutschland meint, und manchmal sagt er "die Deutschen", als hätte er mit diesem Volk nichts zu tun. Ich denke dann immer: Jungs, Patriotismus okay, aber vergesst unsere Geschichte nicht.
In gewisser Weise ist Akes ein Mann ohne Land. Er hätte gern einen deutschen Pass, und er könnte ihn haben.
Doch er hat in der Türkei seinen Militärdienst nicht absolviert, "weil ich nicht lernen will, wie man Menschen umbringt". Wenn er sich ausbürgern lässt, fürchtet er, wird die Türkei ihn einige Jahre nicht mehr ins Land lassen.
Auf dem Bildschirm hinter Akes singen die deutschen Spieler die Nationalhymne, alle bis auf den gebürtigen Polen Podolski.
Heute spielen die so gerade. Die Deutschen haben zu wenige Ideengeber. Es klingt ein bisschen nostalgisch, ein bisschen distanziert.
Doch als das Spiel beginnt, läuft Akes schnell in ein Hinterzimmer und holt Zigaretten, er zündet hastig eine an und zieht nervös daran.
Er ruft Bernd Schneider zu "Wechsel doch mal die Seite! Als die Deutschen in der Minute zweimal die Latte treffen, sinkt er in sich zusammen und begräbt den Kopf zwischen den Händen.
Vor Akes stehen ein paar Dutzend türkische und arabische Männer unter schwarzrotgoldenen Girlanden, ihre Blicke springen hin und her zwischen den Bildschirmen, auf den einen wird das Spiel übertragen, auf den anderen blinken die Quoten.
Sie fluchen, wenn den Deutschen etwas misslingt, und rufen: "Was spielst du, Mann! Er hat den entscheidenden Moment des Spiels verpasst.
Das Spiel ist aus, und wieder recken sich Akes Hände entgegen. Die Türken wedeln mit ihren Wettscheinen.
Ihr Land hat gewonnen, sie verlangen ihren Anteil. Deutschland wirkt dieser Tage einig wie selten zuvor, aber es ist nicht nur die innere Einheit, die sich hier vollzieht.
Ralph Huber ist 41 Jahre alt, trägt eine rahmenlose Brille, Kurzarmhemd. Eigentlich ist er der Geschäftsführer der Dortmunder Westfalenhallen und sitzt im Verwaltungsgebäude.
Seine Herberge ist ein Fan-Camp. Das Camp vereint die Welt unter Abzugsrohren auf Steinboden. Es sind immer zwei Betten von den nächsten zwei Betten durch Stellwände getrennt.
Die Wände sind aus Spanholz, sie wackeln, sie sind nicht mehr als ein Sichtschutz. Matias, 18, der mit seinem Onkel aus Rosario, Argentinien, gekommen ist und das Spiel seiner Mannschaft gegen Serbien-Montenegro sehen wird, liegt auf dem Platz mit der Nummer 7.
In Etage eins liegt der Meditationsraum. Den "Prayers-Room" betreiben die katholische und die evangelische Kirche in Dortmund. Es sind auch Teppiche ausgerollt, schmale Läufer, mit Gebetsbänken darauf.
Hinter ihnen liegen acht Stunden Zugfahrt. Sie bleiben drei Tage und haben nicht mal Karten für eines der Spiele.
Sie spielen sonst Karten, "66", "in die Kasse rein". Zweieinhalbtausend Euro liegen in der Kasse, und die setzen sie jetzt um in Bier.
Sie holen Baseballschläger in Deutschlandfarben raus, auch zum Aufblasen. Sie hauen sich damit die Köpfe ein, lachen.
Feiern ist befreien. Deutschland befreit sich gerade von sich selbst. So unter Deutschen war es ja immer ein bisschen langweilig. Spätestens seit der Romantik war man dazu verdammt, eine verträumte, vergrübelte Nation zu sein.
Man hockte im Krähwinkel der Welt und machte sich so allerlei schwere Gedanken über sich selbst. Die guten Partys gab's woanders.
Die jungen Deutschen wissen das. Sie waren schon in New York. Sie sind längst globalisierte Partygänger, und jetzt sind sie die Gastgeber.
Da wollen sie nicht griesgrämig sein. Die Deutschen machen kräftig mit. Am besten sind dabei, wie vermutet, die Kölner. Dann stand man auf, klatschte und rief: "Steht auf, wenn ihr Deutsche seid.
Animiert von so viel Feierlust standen sie auf und klatschten mit. Nun ist zu klären, ob sie sich damit das Recht auf Einbürgerung erworben haben. Am liebsten aber öffnen sich WM-Deutsche den Brasilianern.
Königstein im Taunus, wo die brasilianische Mannschaft Quartier genommen hat, war sofort bereit, sich in eine brasilianische Stadt zu verwandeln.
Immerhin gibt es nun täglich ein deutsch-brasilianisches Fest auf dem Marktplatz. Ein Wagen für Apfelwein steht neben einem Wagen für Caipirinha, und durch die Stadt mit dem vielen Fachwerk dröhnen ständig die Trommeln der Sambabands, die auf der kleinen Bühne halbnackte Tanzgruppen begleiten.
Davor stehen die Königsteiner, sehen die kreisenden Hüften und wippenden Brüste und gucken drein, als würden sie gerade ihr Paarungsverhalten überdenken.
Die Touristen, die kommen sollten, um ihre Mannschaft zu besuchen, sind nicht gekommen. Nicht nach Königstein.
Und jetzt feiern die Königsteiner jeden Tag und unbeirrt tapfer ein brasilianisches Fest mit sich selbst. Damit sind sie ein Beispiel dafür, dass sich Deutschland als Gastgeber sehr gut schlägt bei dieser Weltmeisterschaft.
Man vollzieht die Einheit mit der Welt. Die Menschen denken an ein harmloses Land ohne einen bösen Präsidenten.
Es ist der Tag seiner Ernennung. Deshalb spricht er. Er sagt, er habe seine Leidenschaft akademisch umgesetzt. Er steht vor einem Rednerpult, er trägt dunkelblauen Anzug, hellblau gestreiftes Hemd, sein Haar ist grau und dünn und im Nacken lang.
Aber jetzt ist WM, und alles ist anders. Der Mensch fällt zurück. Er wird Fan. Er macht das laut und leidenschaftlich.
Er ist so ein Typ, voll dabei. Die Spieler wechseln von Verein zu Verein, über die Grenzen hinweg. Es ist eine Art, sich auszudrücken und zu sagen: Ich bin Deutscher.
Der Gefühlshaushalt ist der Grund, warum der Fan so weit weg ist davon, globalisiert zu sein. Also gibt es keinen neuen Patriotismus?
Nur etwas Euphorie? Oder nicht mal die? Immerhin gibt es eine Steigerung. Andrei Markovits sagt, er habe Angst vor jeder Art von Nationalismus.
Es habe selten etwas Gutes gebracht. Für den Verein zu brüllen sei in Ordnung. Aber mit einem neuen, nationalistischen Deutschland rechnet er nicht.
Nach dem 9. Juli werde der Affekt weg sein. Es gibt aber auch die Deutung, dass sich nicht viel verändern wird durch die WM, weil sich schon viel verändert hat.
Angeblich gibt es einen neuen Patriotismus des Herzens, eine Liebe zum Land, die sich im Fahnenschwenken in und "Deutschland, Deutschland"-Rufen zeige.
Vor allem die kleineren Leute hätten gespürt, dass sie von der Globalisierung nur Härten zu erwarten hätten.
Deshalb wendeten sie sich wieder der Nation zu. So liege dem Jubel für die deutschen Erfolge ein Gefühl der Rührung zugrunde. Das mag es geben.
Wer dabei sein will, muss Farben zeigen. Die Nationalfarben sind nach dieser Deutung zwar Zeichen von Zugehörigkeit, aber nicht so sehr zu einer Nation, sondern mehr zu einem internationalen Partykongress, der derzeit in Deutschland tagt.
In der guten Laune steckt auch ein Schuss Patriotismus, aber der ist nur für ein Partyereignis abrufbar, nämlich für die Spiele der deutschen Mannschaft.
Wenn demnächst deutsche Soldaten in den Kongo aufbrechen, werden nicht Zehntausende die schwarzrotgoldenen Fahnen schwenken, die sie für die WM angeschafft haben.
Aber auch diese Leichtigkeit ist nur möglich, weil sich etwas verändert hat. Er ist 46, also recht jung für diesen Job. Er trägt lan-. Schon der Titel zeigt, dass Wolfrum gewillt ist, einen positiven Blick auf dieses Land zu werfen.
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This article about a sports-related documentary film is a stub. Das Turnier selbst anno war Extraklasse. Bei den Fanfesten haben unterschiedliche Rassen, Menschen unterschiedlicher Hautfarbe und Religionen nebeneinander gestanden.
So stellt sich der Liebe Gott die Welt vor, auch wenn wir in der Realität noch Freundlichkeit, Fröhlichkeit und Kreativität wurden aller Orten gelebt.
Ein weiteres wichtiges war das Auftreten der deutschen Nationalmannschaft. Der damalige Bundespräsident Horst Köhler sprach den deutschen Anhängern mit seinem Fazit aus der Seele: "Es hat nicht gereicht - aber Sie haben sich trotzdem in die Herzen der Deutschen gespielt.
Das Auftreten der Nationalmannschaft habe Vorbildcharakter. Die "Klinsmänner" sorgten im ganzen Land für eine Aufbruchsstimmung, die man den Deutschen als ständigen Nörglern und Pessimisten kaum noch zugetraut hatte.
Aber auch der Bund profitierte im Gegenzug.
Ist das nicht schon zu viel Schwarzrotgold auf den Plätzen und Bildschirmen? Dies entsprach einem Marktanteil von 31 Prozent. Die beim Sieg gegen Costa Rica noch vorhandenen Probleme in der Defensive Die Eiskönigin Ganzer Film in den beiden weiteren Gruppenspielen weitgehend kompensiert werden. August ]. Fahnen und Trikots aus 32 Ländern mischen sich in den WM-Städten zu einem Bild, das von weit oben aussehen muss wie eine impressionistisch gemalte Frühlingswiese. Schweizer Franken überweise. Deutlich verbessert zeigte sich Schweden jedoch einige Tage später, als es gegen Paraguay gewinnen konnte. Als die Deutschen in derSommermärchen 2006 Navigationsmenü Video
Das Leben ist ein Hauch Die Fussball WM 2014Sommermärchen 2006 - Entdecken Sie den Deutschlandfunk
Das Eröffnungsspiel wurde von Horacio Elizondo geleitet, der auch das Finale pfiff. Costa Rica war nur im Eröffnungsspiel streckenweise in der Lage, mit dem Gegner mitzuhalten. Es sollte die Verbundenheit der Deutschen mit dem Sport und ihre Gastfreundschaft ausdrücken. Er fragte bei den verschiedensten Personen an, bekam jedoch stets Absagen, insbesondere aus dem Umfeld des damaligen Teamchefs Rudi Völler. Professur W2 Produktentwicklung mechatronischer Systeme. In Berlin präsentierte am 7. Trotz des Debakels gegen Spanien zu Beginn des Turniers konnte sich Pulp Ficiton Ukraine als Gruppenzweiter wie erwartet für das Achtelfinale qualifizieren. Verkaufen Sie zum Höchstpreis. H1: Spanien Spanien. Ferien Auf Saltkrokan Berichts des Spiegel Vorabmeldung vom Und wir knallen sie durch die Wand hindurch. Sport in Zahlen.Sommermärchen 2006 Inhaltsverzeichnis Video
Sommermärchen 2006 – die Fussball-WM begeistert DeutschlandDas Auftreten der Nationalmannschaft habe Vorbildcharakter. Die "Klinsmänner" sorgten im ganzen Land für eine Aufbruchsstimmung, die man den Deutschen als ständigen Nörglern und Pessimisten kaum noch zugetraut hatte.
Aber auch der Bund profitierte im Gegenzug. Das Konzept ging prozentig auf, die Zusammenarbeit mit ausländischen Polizei-Delegation funktionierte reibungslos.
Englische und polnische Hooligans wurden frühzeitig aus dem Verkehr gezogen. Alle Spieler, auch die aus Argentinien oder Brasilien, stehen bei europäischen Spitzenvereinen unter Vertrag, spielen in der Champions League.
Man kennt sich. Im Endspiel am 9. Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. The DVD was released on 8 February From Wikipedia, the free encyclopedia.
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Nach der Vorrunde will Schwierz noch mal überlegen, ob der Platz reicht. Aber nicht immer ist der Garten voll.
Die Brasilianer laufen noch ganz gut. Aber vor allem läuft Deutschland. In Wangen können sie zur Not zu Togo halten.
In Rotenburg für Trinidad und Tobago schreien. Neuruppin hat nur das eigene Team. Solange die Mannschaft drin bleibt, ist es keine West-WM, ist man nicht ausgeschlossen, sondern dabei.
Ist man Local Village, aber trotzdem in Deutschland. Die Mannschaft ist das Bindeglied, zuständig für das Einheitsgefühl in einem gespaltenen Land.
Der Westen war dreimal Weltmeister. Für den Osten könnte es ein 54er Gefühl werden. Ein Aufstehen. Oder ein Selbstfinden. Ein Wir-Werden.
Oder ein Anti-Depressivum. All das. Etwas Ähnliches könnte auch Erkan Akes sagen. In wenigen Minuten wird Deutschland gegen Polen spielen, Hände recken sich Akes entgegen, sie wedeln mit Geldscheinen, Zehnern, Fünfzigern, Hundertern, sie gehören Männern, die aussehen wie das Deutschland der Zukunft, dunkler, unrasierter, und sie setzen auf dieses Land, sie glauben an seinen Sieg.
Akes nimmt die Scheine aus ihren Händen, er blickt auf den Bildschirm seines Computers und ruft ihnen die Quoten zu. Für jeden Euro, den sie auf Deutschland setzen, werden sie bei einem Sieg 1,50 Euro bekommen, es ist keine gute Quote, für einen Sieg der Polen würden sie 7,50 Euro bekommen.
Doch sie glauben irgendwie an Deutschland, es scheint ihnen ein Risiko wert zu sein, ein gutes Spekulationsobjekt. Akes setzt nicht auf Deutschland, er darf das als Mitarbeiter des Wettbüros nicht, auf kein Land darf er wetten, und es ist vielleicht keine schlechte Bestimmung.
Akes mag es nicht, auf ein Land zu setzen. Akes wurde vor 34 Jahren in Erzincan im kurdischen Osten der Türkei geboren. Sein Vater lebte damals schon seit einigen Jahren in Deutschland, er arbeitete anfangs in Wetzlar auf dem Bau, dann im Materiallager der Berliner Polizei.
Es ist auf den ersten Blick die klassische türkische Einwanderergeschichte. Akes wirkt wie ein Mann, der irgendwie angekommen ist und immer noch seinen Ort sucht.
Manchmal sagt er "wir", wenn er Deutschland meint, und manchmal sagt er "die Deutschen", als hätte er mit diesem Volk nichts zu tun.
Ich denke dann immer: Jungs, Patriotismus okay, aber vergesst unsere Geschichte nicht. In gewisser Weise ist Akes ein Mann ohne Land.
Er hätte gern einen deutschen Pass, und er könnte ihn haben. Doch er hat in der Türkei seinen Militärdienst nicht absolviert, "weil ich nicht lernen will, wie man Menschen umbringt".
Wenn er sich ausbürgern lässt, fürchtet er, wird die Türkei ihn einige Jahre nicht mehr ins Land lassen.
Auf dem Bildschirm hinter Akes singen die deutschen Spieler die Nationalhymne, alle bis auf den gebürtigen Polen Podolski. Heute spielen die so gerade.
Die Deutschen haben zu wenige Ideengeber. Es klingt ein bisschen nostalgisch, ein bisschen distanziert. Doch als das Spiel beginnt, läuft Akes schnell in ein Hinterzimmer und holt Zigaretten, er zündet hastig eine an und zieht nervös daran.
Er ruft Bernd Schneider zu "Wechsel doch mal die Seite! Als die Deutschen in der Minute zweimal die Latte treffen, sinkt er in sich zusammen und begräbt den Kopf zwischen den Händen.
Vor Akes stehen ein paar Dutzend türkische und arabische Männer unter schwarzrotgoldenen Girlanden, ihre Blicke springen hin und her zwischen den Bildschirmen, auf den einen wird das Spiel übertragen, auf den anderen blinken die Quoten.
Sie fluchen, wenn den Deutschen etwas misslingt, und rufen: "Was spielst du, Mann! Er hat den entscheidenden Moment des Spiels verpasst.
Das Spiel ist aus, und wieder recken sich Akes Hände entgegen. Die Türken wedeln mit ihren Wettscheinen. Ihr Land hat gewonnen, sie verlangen ihren Anteil.
Deutschland wirkt dieser Tage einig wie selten zuvor, aber es ist nicht nur die innere Einheit, die sich hier vollzieht. Ralph Huber ist 41 Jahre alt, trägt eine rahmenlose Brille, Kurzarmhemd.
Eigentlich ist er der Geschäftsführer der Dortmunder Westfalenhallen und sitzt im Verwaltungsgebäude. Seine Herberge ist ein Fan-Camp. Das Camp vereint die Welt unter Abzugsrohren auf Steinboden.
Es sind immer zwei Betten von den nächsten zwei Betten durch Stellwände getrennt. Die Wände sind aus Spanholz, sie wackeln, sie sind nicht mehr als ein Sichtschutz.
Matias, 18, der mit seinem Onkel aus Rosario, Argentinien, gekommen ist und das Spiel seiner Mannschaft gegen Serbien-Montenegro sehen wird, liegt auf dem Platz mit der Nummer 7.
In Etage eins liegt der Meditationsraum. Den "Prayers-Room" betreiben die katholische und die evangelische Kirche in Dortmund.
Es sind auch Teppiche ausgerollt, schmale Läufer, mit Gebetsbänken darauf. Hinter ihnen liegen acht Stunden Zugfahrt. Sie bleiben drei Tage und haben nicht mal Karten für eines der Spiele.
Sie spielen sonst Karten, "66", "in die Kasse rein". Zweieinhalbtausend Euro liegen in der Kasse, und die setzen sie jetzt um in Bier.
Sie holen Baseballschläger in Deutschlandfarben raus, auch zum Aufblasen. Sie hauen sich damit die Köpfe ein, lachen.
Feiern ist befreien. Deutschland befreit sich gerade von sich selbst. So unter Deutschen war es ja immer ein bisschen langweilig.
Spätestens seit der Romantik war man dazu verdammt, eine verträumte, vergrübelte Nation zu sein. Man hockte im Krähwinkel der Welt und machte sich so allerlei schwere Gedanken über sich selbst.
Die guten Partys gab's woanders. Die jungen Deutschen wissen das. Sie waren schon in New York. Sie sind längst globalisierte Partygänger, und jetzt sind sie die Gastgeber.
Da wollen sie nicht griesgrämig sein. Die Deutschen machen kräftig mit. Am besten sind dabei, wie vermutet, die Kölner.
Dann stand man auf, klatschte und rief: "Steht auf, wenn ihr Deutsche seid. Animiert von so viel Feierlust standen sie auf und klatschten mit.
Nun ist zu klären, ob sie sich damit das Recht auf Einbürgerung erworben haben. Am liebsten aber öffnen sich WM-Deutsche den Brasilianern.
Königstein im Taunus, wo die brasilianische Mannschaft Quartier genommen hat, war sofort bereit, sich in eine brasilianische Stadt zu verwandeln.
Immerhin gibt es nun täglich ein deutsch-brasilianisches Fest auf dem Marktplatz. Ein Wagen für Apfelwein steht neben einem Wagen für Caipirinha, und durch die Stadt mit dem vielen Fachwerk dröhnen ständig die Trommeln der Sambabands, die auf der kleinen Bühne halbnackte Tanzgruppen begleiten.
Davor stehen die Königsteiner, sehen die kreisenden Hüften und wippenden Brüste und gucken drein, als würden sie gerade ihr Paarungsverhalten überdenken.
Die Touristen, die kommen sollten, um ihre Mannschaft zu besuchen, sind nicht gekommen. Nicht nach Königstein. Und jetzt feiern die Königsteiner jeden Tag und unbeirrt tapfer ein brasilianisches Fest mit sich selbst.
Damit sind sie ein Beispiel dafür, dass sich Deutschland als Gastgeber sehr gut schlägt bei dieser Weltmeisterschaft. Man vollzieht die Einheit mit der Welt.
Die Menschen denken an ein harmloses Land ohne einen bösen Präsidenten. Es ist der Tag seiner Ernennung.
Deshalb spricht er. Er sagt, er habe seine Leidenschaft akademisch umgesetzt. Er steht vor einem Rednerpult, er trägt dunkelblauen Anzug, hellblau gestreiftes Hemd, sein Haar ist grau und dünn und im Nacken lang.
Aber jetzt ist WM, und alles ist anders. Der Mensch fällt zurück. Er wird Fan. Er macht das laut und leidenschaftlich.
Sommermärchen 2006 Inhaltsverzeichnis
Für die Auslosung wurden die qualifizierten Mannschaften in vier Töpfe aufgeteilt. Kein Problem! Die acht Gruppensieger erreichten die Michael Giacchino Runde 9. Zur WWW-Version. Südkorea konnte zu keiner Zeit an die Erfolge bei der letzten Weltmeisterschaft anknüpfen, als man das Halbfinale erreichte. Spanien sorgte Rumble Fish im ersten Gruppenspiel gegen die stark eingeschätzte Ukraine für einen Paukenschlag. Juli und nach zum zweiten Mal in Deutschland statt. Niersbach und Radmann dementierten nach Veröffentlichung des Spiegel -Berichts Schmiergeldzahlungen oder Orthomol Kinder Existenz schwarzer Kassen.
Englische und polnische Hooligans wurden Durchschaut aus Crips And Bloods Verkehr gezogen. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Da zudem, anders als bei der WMkaum konditionelle Mängel bei den einzelnen Teams zu bemerken waren, fielen vergleichsweise wenig Tore. April stellte das Bundesstrafgericht das Verfahren bis zum Eintritt der Verjährung, am In: Der Tagesspiegel.
die Glänzende Idee und ist termingemäß
Es ist schade, dass ich mich jetzt nicht aussprechen kann - ich beeile mich auf die Arbeit. Aber ich werde befreit werden - unbedingt werde ich schreiben dass ich in dieser Frage denke.